Oberaar Staumauer mit Oberaarsee

Medienmitteilung

93. Generalversammlung der KWO

2017 war für die KWO ein erfolgreiches Produktionsjahr. Trotz schwieriger Bedingungen trug die flexible Produktion zur Netzstabilität bei. 


22.06.2018 Fotos – David Birri

Die KWO kann auf ein gutes Produktionsjahr 2017 zurückblicken und hat sich in einem schwierigen Umfeld behauptet. Dank dem Kraftwerkssystem der KWO und der damit flexiblen Produktion leistet die KWO, mit ihren Systemdienstleistungen, einen aktiven Beitrag zur Netzstabilität. Die Ausbauvorhaben schreiten planmässig voran.

Mit 2225 GWh wurde die zwölftbeste Jahresproduktion in der Geschichte der KWO erzielt. Der entsprechende Vorjahreswert wurde damit um 5.4 % übertroffen. Einem noch besseren Ergebnis waren die tiefen Füllstände der Stauanlagen anfangs 2017 und der Ausfall der Maschine 3 im Kraftwerk Grimsel 2 hinderlich. Mit 1124 MW wurde zudem ein neuer Höchstwert in der maximalen Leistungsabgabe erzielt.

KWO trägt wesentlich zur Netzstabilität bei

Die Aktionäre beteiligten sich aktiv am Systemdienstleistungs-Markt für Regelenergie. Die KWO erbrachte die vereinbarten Systemdienstleistungen (SDL) mit hoher Zuverlässigkeit. Neben der Regelenergie werden bei der KWO zusätzlich die Systemdienstleistungen "Spannungshaltung" sowie "Schwarzstart- und Inselbetriebsfähigkeit" erbracht. Systemdienstleistungen sind für den Erhalt der Netzstabilität und für eine verlässliche Energieversorgung unerlässlich. Die KWO war bei mehreren Redispatchabrufen (Notmassnahmen zur Netzstützung) der Swissgrid involviert. Dies ist vor allem auf die Flexibilität der KWO-Anlagen und auf die geografische Lage zurückzuführen. Diese Massnahmen sind sowohl für den Maschineneinsatz als auch für die Bewirtschaftung der Seen herausfordernd. Sie tragen jedoch wesentlich zur Netzstabilität und Verlässlichkeit bei.

Ausbauprojekte schreiten planmässig voran

Im Projekt Vergrösserung Grimselsee wartet die KWO den Entscheid des Berner Verwaltungsgerichts ab. Das Verwaltungsgericht befindet derzeit über die hängigen Punkte wie Bauen im BLN-Gebiet, Biotopenschutz und die Trübung des Brienzersees. Im zweiten Speicherprojekt, dem Speichersee und Kraftwerk Trift, wurden weitere Meilensteine erreicht. Mit den Umweltverbänden wurde in Bezug auf die Ausgestaltung des Projekts Einigung erzielt. Im November konnte das Konzessionsgesuch bei der Bewilligungsbehörde des Kantons Bern eingereicht werden. Für die beiden Projekte Ersatz Staumauer Spitallamm und Kraftwerk Handeckfluh wurden 2017 die Baugesuche eingereicht. Während der öffentlichen Auflage wurden für diese beiden Projekte keine Beschwerden eingereicht, die Projekte sind damit auf Kurs.

Alpinhotel Grimsel Hospiz im Sommer 2019 geschlossen

Im Frühsommer 2019 beginnen die Bauarbeiten für den Ersatz der Staumauer Spitallamm. Die erste Bauphase der Grossbaustelle wird für erforderliche Umbau- und Sanierungsarbeiten im und um das Alpinhotel Grimsel Hospiz genutzt. Aus diesen Gründen bleibt das Grimsel Hospiz in den Sommermonaten 2019 für Übernachtungsgäste und Gesellschaften geschlossen.

Geschäftszweige Grimsel Hydro und Grimselwelt

Grimsel Hydro behauptet sich in einem schwierigen Marktumfeld. Die Verwerfungen im Strommarkt führen derzeit dazu, dass infolge der tiefen Preise weiterhin wenig in die Instandhaltung der Kraftwerke investiert wird. Grimsel Hydro hat diese Herausforderung im vergangenen Jahr erfolgreich gemeistert und konnte den Umsatz in den Geschäftsfeldern Lohnfertigung und ökologischen Beratungen und Projektierungen steigern.

Die touristischen Angebote rund um die Stromproduktion aus Wasserkraft konnten sich weiter erfolgreich am Markt behaupten. Die Beherbergungsbetriebe generierten Logiernächte auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Die steigenden Frequenzen der Bergbahnen waren erfreulich und die Führungen durch die Kraftwerksanlagen wurden wiederum gut gebucht. Dank grossem Engagement der Mitarbeitenden, der Effizienzsteigerung in den Prozessen und dem Einsatz von digitalen Technologien konnte der touristische Geschäftszweig der KWO ein positives Betriebsergebnis erzielen.  

Ersatzwahlen Verwaltungsrat

Für die zurückgetretenen Verwaltungsräte Peter Bernasconi und Andres Türler werden Barbara Egger-Jenzer und Michael Baumer, Stadtrat Stadt Zürich, neu in den Verwaltungsrat gewählt. Peter Bernasconi gehörte seit 2001, Andres Türler seit 2002 dem Verwaltungsrat der KWO an. 

F

2017

2018

Produktionsergebnis

2225 GWh

2130 GWH

Gesamtumsatz

CHF 152 Mio.

CHF 140 Mio.

Cashflow

            CHF 22.09 Mio.            

         CHF 60.15 Mio.         

Investitionen

CHF 19.3 Mio.

CHF 41.9 Mio.

Mitarbeitende (äq. Vollzeitstellen)

290

318

Lernende

22

23

   

Weitere Informationen:

KWO, Kraftwerke Oberhasli AG
Daniel Fischlin, CEO
3862 Innertkirchen

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