Ersatz 150-kV-Schaltanlage Innertkirchen

Die KWO investiert auch ausserhalb des Investitionsprogramms KWO plus. Zum Beispiel in eine neue Schaltanlage in Innertkirchen, die nur noch einen Bruchteil an Platz der bestehenden in Anspruch nimmt.

In unmittelbarer Nähe des KWO-Firmensitzes befinden sich an bester Lage die markanten Hochgerüste der verschiedenen Schaltanlagen. Diese Anlagen bilden den Anschluss ans Stromübertragungsnetz und sichern so den Abtransport des Grimselstroms zu den Konsumentinnen und Konsumenten. 

Die 150-Kilovolt-Anlage, entstanden zwischen 1930 und 1967, ist am Ende ihrer Lebensdauer angelangt und soll nun ersetzt werden. Anstelle von heute knapp 15'000 Quadratmetern findet die neue Anlage in einem einstöckigen Gebäude mit einer Grundfläche von 450 Quadratmetern Platz. 

Grund dafür ist die Anwendung moderner Technik bei der Isolation der hochspannungsführenden Teile – Stromleiter und Schaltanlagen. Früher waren diese Teile mit Luft isoliert und nahmen entsprechend viel Platz in Anspruch. Heute werden diese Teile von einer Metallkapsel umgeben und mit dem Gas SF6 isoliert. 
SF 6 – die Kurzformel für Schwefelhexafluorid – ist ein farb- und geruchloses, ungiftiges und unbrennbares Gas, das aufgrund seiner ausgeprägten Reaktionsträgheit als Isolationsmedium verwendet wird. 

Die KWO beabsichtigt, mit dem Bau der neuen 150-Kilovolt-Schaltanlage im Sommer 2008 zu beginnen. Bis Anfang 2011 soll die alte Freiluftanlage abgebrochen sein – schöne Aussichten für Innertkirchen also.