KWO feiert Stollendurchbruch am Kapf

Vergangene Woche gelang mit der Tunnelbohrmaschine der erfolgreiche Durchbruch vom Schrägschacht ab Innertkirchen hinauf ins Wasserschloss am Kapf (unterirdische Kaverne). Damit schliesst die KWO den letzten Teil des parallelen unterirdischen Wassersystems zwischen der Handeck und Innertkirchen.

Mit gewaltiger Kraft bohrte sich die 115 Tonnen schwere und rund 100 m lange Tunnelbohrmaschine durch den letzten Meter Fels. Dort wurde sie von rund 100 Mitarbeitenden der beteiligten Firmen und der Bauherrin, der KWO, festlich empfangen. In den letzten Monaten hat sie sich mit 70 % Steigung durch 1015 m Gneis gebohrt. Der Durchmesser des Tunnels beträgt 3.1 Meter. An Spitzentagen leistete sie einen Vortrieb von bis zu 15 m. Beat Blindenbacher, Projektleiter der Strabag AG, zeigte sich als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft AKI mit den Unternehmen Strabag AG, Gasser Felstechnik AG und Jäger Bau GmbH glücklich, dass die Arbeiten unter sehr schwierigen Bedingungen unfallfrei abgeschlossen werden konnten. Gerade die letzten Meter Richtung Kapf waren sehr zerklüftet und boten den Mineuren enorme Herausforderungen.

KWO-Projektleiter Benno Schwegler bedankte sich im Namen der KWO bei den Bauleuten für die hervorragende und präzise Arbeit. Die Tunnelbauarbeiten sind Teil der Aufwertung des Kraftwerks Innertkirchen 1. Die nächsten Bauetappen sind der Unterwasserstollen und der Ausbruch der neuen Kraftwerkskaverne. Beides in Innertkirchen. Insgesamt investiert die KWO rund CHF 305 Millionen in die Aufwertung der beiden Kraftwerksanlagen Innertkirchen 1 und Handeck 2. Die Bauarbeiten werden noch bis 2015 andauern.

Weitere Informationen:
KWO, Kraftwerke Oberhasli AG
Ernst Baumberger, Leiter Kommunikation
CH-3862 Innertkirchen
Telefon direkt: 033 982 20 60
bae@kwo.ch
www.grimselstrom.ch


Bildlegende:
Präziser Durchschlag – Mineur Dietmar Thaler durchsteigt mit der „heiligen Barbara“, Schutzpatronin der Stollenbauer, als erster die Tunnelbohrmaschine und begrüsst seinen Kollegen Roland Imfeld.