Dr. Suzanne Thoma, CEO BKW FMB Energie AG; Bild:Jungfrauzeitung, Nora Devenish

KWO Apéro: "Stellung der Wasserkraft muss stärker werden"

Am Donnerstag, 7. Februar fand am Firmensitz der KWO in Innertkirchen der traditionelle KWO Apéro statt. Hauptreferentin war Frau Dr. Suzanne Thoma, seit Januar 2013 CEO der BKW FMB Energie AG. Gastgeber und KWO Direktor Dr. Gianni Biasiutti freute sich über den prominenten Besuch.

Unter den rund 100 Gästen konnte er unter anderem Ständerat Werner Luginbühl, Regierungsstatthalter Walter Dietrich, mehrere Mitglieder aus dem Grossen Rat des Kantons Bern, rund ein Dutzend Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten der Berner Oberländer Gemeinden sowie zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft und Tourismus begrüssen.

Suzanne Thoma zitierte in ihrem Referat Jules Verne, der in seinem Buch „Die geheimnissvolle Insel“ das Wasser als die Kohle der Zukunft bezeichnete. Für sie ist klar, dass innerhalb der BKW-Strategie die Wasserkraft ein zentraler Pfeiler ist und ihre Stellung innerhalb der Energieträger verbessert werden muss. Dies vor allem weil die Wasserkraft von der staatlich geförderten Wind- und Solarkraft stark unter Druck gerate. Weiter kämpft die Wasserkraft mit ihrer Wirtschaftlichkeit, da fossile Energien wie Kohle und Gas den Markt mit einer schier unbegrenzten Verfügbarkeit überschwemmen. Die CO2 Problematik ist in den Hintergrund gerückt und deren Ausstoss kostet nahezu nichts. Mittelfristig, so ist sie überzeugt, wird die Wasserkraft und insbesondere die Pumpspeicherung wieder stark an Bedeutung gewinnen.

Aus ihrer Sicht ist es erfolgsentscheidend, dass die KWO ihre Stromproduktion und die Projekte so kostengünstig und effizient wie nur möglich gestaltet, um gegen die derzeit starke Konkurrenz der fossilen Energieträger bestehen zu können. Den KWO-Mitarbeitenden gratulierte sie zum ausgezeichneten Geschäftsergebnis im vergangenen Jahr und wünschte für die Zukunft weiterhin viel Erfolg.

Abschliessend orientierte Gianni Biasiutti über die wichtigsten Ereignisse eines für die KWO sehr erfolgreichen Jahres. Die ausgezeichnete Verfügbarkeit der Kraftwerke und die sehr guten hydrologischen Verhältnissen sorgten für das drittbeste Produktionsergebnis der Firmengeschichte.  Politisch zeigte sich der KWO-Direktor über die hohe Zustimmung bei den Abstimmungen zu den Konzessionen für das Pumpspeicherprojekt Grimsel 3 und die Vergrösserung des Grimselsees erfreut. Er glaubt an die Partnerschaft zwischen Wasserkraft und erneuerbaren Energien. Die Pumpspeicherung sowie die grossen Stauseen als Energiespeicher sind unabdingbare Wegbereiter für den weiteren Ausbau von Wind- und Sonnenenergie. Abschliessend dankte Gianni Biasiutti den regionalen Behördenvertretern für die ausgesprochen gute Partnerschaft und die konstruktive Zusammenarbeit. Die KWO fühle sich in der Region ausgesprochen gut aufgehoben.